WILLKOMMEN AUF DER HOMEPAGE DES
SCHWANDORFER BÜNDNIS GEGEN RECHTSEXTREMISMUS


Agenda des Schwandorfer Bündnis gegen Rechtsextremismus
Das Schwandorfer Bündnis gegen Rechtsextremismus ist ein überparteiliches und interreligiöses Netzwerk aus Kirchen, Parteien, Vereinen, Organisationen und Einzelpersonen in der Stadt Schwandorf, verbunden durch demokratische Grundwerte und durch den Willen, rassistischen und fremdenfeindlichen Aktivitäten entgegenzuwirken.
Auch in Schwandorf versuchen rechtsextremistische und neonazistische Gruppierungen, ihre menschenverachtende und demokratiefeindliche Ideologie zu verbreiten.
Wir wollen nicht länger zusehen, wie Rechtsextremisten und Neonazis den öffentlichen Raum missbrauchen und unsere Stadt als Bühne für ihre menschenverachtende Propaganda nutzen. Wir verurteilen alle Formen eines Denkens und Handelns, die sich gegen unsere gesellschaftliche Vielfalt aus Mitbürgerinnen und Mitbürgern unterschiedlicher Abstammung, Religionsangehörigkeit, ethnischer Zugehörigkeit, sozialer Situation oder sexueller Orientierung richten und dagegen ankämpfen. Wir treten entschieden für den Erhalt einer menschlichen, aufgeschlossenen und vorurteilsfreien Gesellschaft ein und wollen in diesem Sinne sensibilisieren, aktivieren und präventiv arbeiten.
Wir werden deutlich Gesicht zeigen, wo und wann immer Rechtsextremisten und Neonazis in unserer Stadt ihr Unwesen treiben.
Alle, die sich mit den Grundsätzen und Zielen des Schwandorfer Bündnisses gegen Rechtsextremismus solidarisch erklären, sind zur Mitarbeit herzlich eingeladen.








17. April 2011:
Das Schwandorfer Bündnis gegen Rechtsextremismus beteiligt sich zusammen mit zahlreichen anderen Bürgern an einer Demonstration gegen den geschichtsrevisionistischen Aufmarsch von etwa 60 Neonazis durch Schwandorf.
11. Dezember 2011:
Das Schwandorfer Bündnis gegen Rechtsextremismus sammelt in der Innenstadt Unterschriften für die Einleitung eines NPD-Verbotsverfahrens. Später werden die gesammelten Unterschriften an die beiden Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder (SPD) und Karl Hohlmeier (CSU) übergeben.
17. Dezember 2011:
Das Bündnis gegen Rechtsextremismus beteiligt sich an einer Gedenkfeier für die Opfer des rassistisch motivierten Brandanschlags auf das Habermeier-Haus im Jahre 1988.
18. Dezember 2011:
Trotz nur sehr kurzer Mobilisierungszeit beteiligen sich einige Schwandorfer Bürger, darunter auch Mitglieder des Bündnis gegen Rechtsextremismus an einer Demonstration gegen den Aufmarsch von ca. 60 Neonazis unter dem Motto "Verfassungsschutz und linke Hasspresse abschalten!"
15. März 2012:
Bei einer weiteren Gedenkfeier für die Opfer des rassistisch motivierten Brandanschlags auf das Habermeier-Haus und einer anschließenden Stunde des interkulturellen Dialogs mit Claudia Roth beteiligen sich auch Bündnis-Mitglieder.
31. März 2012:
Das Bündnis gegen Rechtsextremismus übergibt die gesammelten 250 Unterschriften für die Einleitung eines NPD-Verbotsverfahrens an die beiden Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder (SPD) und Karl Hohlmeier (CSU). Diese sagen zu, die Listen bei entsprechender Stelle einbringen zu wollen.
31. März 2012:
Nur wenig später beteiligt sich das Bündnis gegen Rechtsextremismus an einer Demonstration gegen den Aufmarsch von etwa 45 Neonazis unter dem Motto "gegen staatliche Willkür". Insgesamt demonstrieren 150 Bürger gegen den rechtsextremen Aufzug.
20. - 21. April 2012:
Das Schwandorf Bündnis gegen Rechtsextremismus stellt die Aktion "Keine Bedienung für Nazis", die ihren Ursprung in Regensburg hat und von engagierten Bündnis-Mitgliedern nun auch in Schwandorf umgesetzt wurde, in Form von Medienberichten der Öffentlichkeit vor.

Auf eine Initiative des "Schwandorfer Bündnis gegen Rechtsextremismus" hin, zeigen fortan auch unzählige Schwandorfer Gastronomen Neonazis und Rassisten die Rote Karte. Diese erfreuliche Nachricht konnte das Bündnis bei seinem letzten Treffen, am Mittwoch, den 18. April, bekanntgeben.
Von Johanes Hartl
Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Initiatoren der aus Regensburg stammenden Initiative "Keine Bedienung für Nazis" in den Kreis des Bündnis gekommen waren, um ihre Erfahrungen weiterzugeben und wertvolle Ratschläge für die Durchführung in Schwandorf zu geben. Damals, im Februar 2012, war die Aktion gerade in der Planungsphase, kurz darauf lief sie an. Immer wieder traf sich das Bündnis, die Zwischenstände wurden besprochen, das weitere Vorgehen geplant. Außerdem wurde vereinbart, erst dann an die Öffentlichkeit gehen zu wollen, wenn 50 Wirte die Erklärung unterzeichnet haben.
Heute, rund 2 Monate später, zeigt sich: Die Aktion war ein voller Erfolg und die Resonanz der Wirte, die von den engagierten Bündnis-Mitgliedern aufgesucht wurden, überwältigend. Kaum einer hätte gezögert, viele sogar sofort bereitwillig mitgemacht, erzählten Bündnis-Mitglieder, die bei den Gaststätten für die Aktion geworben haben. Nur vereinzelt hätte es Zweifel oder Unsicherheiten gegeben. Insgesamt haben sich am Ende nahezu 60 Gastwirte klar und deutlich gegen neonazistisches und rassistischen Gedankengut positioniert und die Erklärung unterzeichnet. Damit hat sich ein Großteil der Schwandorfer Wirte an der Aktion beteiligt.
Und Gründe für diese Aktion gibt es tatsächlich zu Genüge. Denn auch in Schwandorfer stößt man auf eine eigene rechtsextreme Kameradschaft, einen neonazistischen Online-Versandhandel in Wackersdorf, gelegentliche Aufmärsche und Neonazi-Treffen. Beispielsweise fand im Oktober letzten Jahres der Bezirksparteitag der NPD-Oberpfalz in Schwandorf statt, an dem unter anderem auch der verurteilte Rechtsterrorist Martin Wiese teilgenommen hatte. Wiese wurde im Jahre 2003 wegen eines geplanten Sprengstoffattentats auf die Grundsteinlegung des Jüdischen Kulturzentrums in München zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt. Zudem unterhält die lokale Szene enge Kontakte zu Neonazis in ganz Bayern, wie es auch in der Erklärung heißt.
Insbesondere gegen die Ausnutzung von Gaststätten für Neonazi-Treffen sollte mit der Aktion "Keine Bedienung für Nazis" jetzt etwas unternommen werden. Und die Freude über die großartige Resonanz und die breite Beteiligung war im Bündnis dann auch entsprechend groß. "Wir können stolz auf Schwandorf sein", sagte etwa Berthold Pirzer, einer der Sprecher des Bündnis.
Wie genau es jetzt, nachdem die Wirte die Erklärung unterzeichnet haben, weitergehen wird, wird bald noch konkreter geplant werden. Ebenso überdacht werden muss noch, ob man auch wie in Regensburg über einen Aufkleber mit der Aufschrift ?Rassisten werden hier nicht bedient! Schwandorfer Gastronomen zeigen Zivilcourage. Initiative Keine Bedienung für Nazis? nachdenkt oder ob man sich hier etwas anderes vorstellt.

Bayernweit stellt das "Freie Netz Süd", ein rechtsextreme Netzwerk, das sich bundesweit an Veranstaltungen der Szene beteiligt, einen Dachverband für die neonazistische Kameradschaftsszene dar. Doch auch in Schwandorf gibt es eine rechtsextremistische Kameradschaft - den "Widerstand Schwandorf".
Von Johannes Hartl
Auf seiner Internetseite beschreibt sich der "Widerstand Schwandorf" als "Zusammenschluss regionaler Aktivisten aus dem Landkreis Schwandorf, welche die politischen und gesellschaftlichen Probleme der heutigen Zeit nicht resigniert hinnehmen, sondern sich ihnen entgegenstellen." Als ihr Hauptziel erachten sie dabei, "die kriminelle und volksfeindliche Energie des herrschenden Systems und seine Strippenzieher zu benennen und deren wahres Treiben offenzulegen." Außerdem sehen sie Naturgesetze "als Grundlage der Politik". Kurzum: menschenverachtende und neonazistische Ideologien am laufenden Band.
Nach Informationen der vom Freistaat Bayern betreuten Internetseite "Bayern gegen Rechtsextremismus" gehört die lokale Kameradschaft zum FNS und zeigt sich seit Mai 2009 öffentlich. So nahmen sie unter anderem an rechten Versammlungen teil oder hielten Infostände in der Region ab. Geführt wird die Kameradschaft, die in ihrer Anfangszeit rund 20 Mitglieder zählte, derzeit von Daniel Weigl, der zudem Bezirksvorsitzender der NPD-Oberpfalz und Inhaber des in Wackersdorf ansässigen neonazistischen "Final-Resistance-Versands" ist. Weigl hatte die Kameradschaft 2010 übernommen. Im Laufe des Jahres 2010 wandten sich dann viele Mitglieder vom "Widerstand Schwandorf" ab, weswegen ihm aktuell neben Weigl nur etwa fünf Personen zugerechnet werden können.
Aktivitäten auf der Homepage
Besonders aktiv ist der "Widerstand Schwandorf" aber vor allem auf seiner eigenen Internetseite. In regelmäßigen Zeitabständen werden dort Texte veröffentlicht, in denen beispielsweise Ausländer per se als kriminell dargestellt werden und "Asylanten in Rötz? Nein danke!" gefordert oder von Übergriffen auf Kinder und von exhibitionistischen Taten in Schwandorf und Umgebung berichtet wird. Weiterhin werden die Drogenproblematik in der Grenzregion und die "grenzübergreifende Kriminalität" thematisiert. Darin zeigt sich sehr deutlich die Strategie der Neonazi-Seite: Mit teilweise kontrovers diskutierten Themen, die nicht selten auch in der Bevölkerung für Unmut sorgen, wird versucht, Zustimmung bei den Bürgerinnen und Bürgern zu erlangen. Wie viel Erfolg die Neonazis mit diesem Versuch bisher hatten, ist weitestgehend unklar. Öffentliche Aktionen, an denen sie sich beteiligt oder die sie durchgeführt hatten, wurden von den Schwandorfern jedoch zumeist mit Missachtung oder der Teilnahme an einer Gegendemonstration gestraft.
144 rechtsextremistische Straftaten in der Oberpfalz im Jahr 2010
Auf eine vom Wochenblatt gestellte Anfrage bezüglich der rechten Szene in der Oberpfalz hin bestätigte das Polizeipräsidium Oberpfalz: "Diese Gruppierungen arbeiten vor allem auch mit Internetauftritten und sind mit dem überregionalen `Freien Netz Süd´ vernetzt." Insgesamt hätte es in der Oberpfalz im Jahr 2010 144 rechtsextremistische Straftaten gegeben, darunter neun Gewaltdelikte. "Für das Jahr 2011 erwarten wir eine rückläufige Tendenz", so Thomas Plößl, Pressesprecher des Polizeipräsidiums. Die rechte Schwandorfer Szene war zuletzt mit einer indirekten Attentatsdrohung gegen das 09/11-Mahnmal in Oberviechtach aufgefallen, zu einer strafrechtlichen Verfolgung kam es damals allerdings nicht, denn die Polizei konnte keinen Straftatbestand erkennen. In Facebook war auf einer Pinnwand ein geposteter Artikel im Lauf der Diskussion mit "Blitzkrieg würd ich sagen ;) Kommt Zeit kommt Rat kommt Atentat" (Fehler im Originaltext) kommentiert worden. Das Profil ist im Übrigen mittlerweile gelöscht.
Lokaler Ableger der NPD
Neben dem "Widerstand Schwandorf" und dem "Final-Resistance-Versand" gibt es in Schwandorf auch noch einen lokalen Ableger der NPD. Um die NPD-Cham/Schwandorf ist es zumeist allerdings still. Zuletzt fand in Schwandorf der Bezirksparteitag der NPD-Oberpfalz statt, an dem der verurteilte Rechtsterrorist Martin Wiese teilnahm. Dieser erlangte deutschlandweite Bekanntheit, als er wegen eines geplanten Attentats auf die Grundsteinlegung des Jüdische Kulturzentrums München verhaftet und zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Im August 2010 wurde Wiese aus der Haft entlassen. Zudem fand ein Vortrag des Rechtsanwalts Stefan Böhmer statt, der vom NPD-Kreisverband Schwandorf "in Zusammenarbeit mit freien Nationalisten in Schwandorf" organisiert wurde. Ansonsten ist über die Tätigkeit der NPD-Cham/Schwandorf aber wenig bekannt. Ebenso unklar ist, wie sich die rechte Szene im Laufe der Zeit in Schwandorf entwickeln wird. Derzeit ist es allerdings relativ ruhig um die Neonazis in der Region.
SEITE WIRD DERZEIT BEARBEITET!
Inhaltlich verantwortlich gemäß § 10 Absatz 3 des MDstV: Günter Kohl
Bündnis gegen Rechtsextremismus
Günter Kohl
Rechtliche Hinweise
Wir sind bestrebt, in allen Publikationen die Urheberrechte der verwendeten Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte zu beachten, von uns selbst erstellte Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte zu nutzen oder auf lizenzfreie Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte zurückzugreifen. Bei einer Verletzung von fremden Urheberrechten oder sonstiger Rechte durch den Seitenbetreiber oder des Autors, ist auf die Verletzung schriftlich per eMail oder Brief hinzuweisen. Bei Bestehen einer Verletzung wird diese umgehend beseitigt.
Das Copyright für veröffentlichte Objekte bleibt allein bei uns . Vervielfältigungen oder Verwendung von Grafiken, Tondokumenten, Videosequenzen und Texte in elektronischen oder gedruckten Publikationen ist ohne ausdrückliche Zustimmung nicht gestattet.
Haftungshinweise
1. Inhalt des Onlineangebotes
Der Autor übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Autor, die sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, welche durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden sind grundsätzlich ausgeschlossen, sofern seitens des Autors kein nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden vorliegt.
Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Autor behält es sich ausdrücklich vor, Teile der Seiten oder das gesamte Angebot ohne gesonderte Ankündigung zu verändern, zu ergänzen, zu löschen oder die Veröffentlichung zeitweise oder endgültig einzustellen.
2. Rechtlicher Hinweis zu den dargestellten Links
Das Landgericht Hamburg hat mit Urteil vom 12. Mai 1998 entschieden, dass durch das Setzen eines Links ggf. Mitverantwortung gegenüber der gelinkten Seite besteht. Das Gericht führte aus, dass nur ein ausdrücklicher Hinweis, sich von den Inhalten dieser Seiten zu distanzieren, Mitverantwortung ausschließt. Für die auf diesen Seiten gelisteten Links gilt daher folgendes: Wir haben keinerlei Einfluss auf Inhalt und Form der ausgewählten Seiten und übernehmen daher keinerlei Verantwortung für Form und Inhalt anderer Anbieter. Dies gilt für alle auf unseren Seiten gesetzten Links zu anderen Anbietern. Sofern es sich um gewerbliche Anbieter handelt, stellt die Nennung hier keinerlei Empfehlung dar und es wird keine Aussage zu den Produkten getroffen.
3. Rechtswirksamkeit dieses Haftungsausschlusses
Dieser Haftungsausschluss ist als Teil des Internetangebotes zu betrachten. Sofern Teile oder einzelne Formulierungen dieses Textes der geltenden Rechtslage nicht, nicht mehr oder nicht vollständig entsprechen sollten, bleiben die übrigen Teile des Dokumentes in ihrem Inhalt und ihrer Gültigkeit davon unberührt.
Urheberrechtliche Informationen zu Bildern:
Bild "nazifreie Zone" © Marem - Fotolia.com
Erstellung der Webseite mit CMS Typo3 durch:
DLFR Webdesign
Michael Goldhahn
Breitestr. 27
92421 Schwandorf
09431-998595
www.dlfr-webdesign.de
Erstellung DLFR Webdesign
Programmierung Andreas Hirsch IT-Dienstleistungen | W3C XHTML 1.0 | W3C CSS 2.0